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Kurtatsch an der Weinstraße - Entiklar, Graun, Penon, Oberfennberg

Kurtatsch (333 m) thront wie auf einem Sonnenbalkon über dem Etschtal. Das hat sicherlich zur frühzeitigen Besiedlung beigetragen, wie Funde aus der Mittelstein- und aus der Bronzezeit belegen.
Auch die Römer haben deutliche Spuren hinterlassen. Die erste urkundliche Erwähnung 1191 finden wir im sogenannten Vigilius-Brief. Der Name Kurtatsch enthält das Wort „curtis“ oder „corte“; und wird von Fachleuten als Ansammlung höher gelegener Höfe gedeutet.
Die Gemeinde erstreckt sich von der Talsohle (212 m) bis zum Grauner Joch (1830 m) über ein Gebiet von 3.056 ha, davon werden ca. 35 % landwirtschaftlich genutzt (330 ha Weinbau, 600 ha Obstbau und ca. 70 ha Äcker und Wiesen in Graun und Fennberg) und hat etwa 2.170 Einwohner. Im Ortskern finden sich viele alte Höfe und Ansitze, Zeugen der Wohlhabenheit der ehemalig adeligen Besitzer.
www.gemeinde.kurtatsch.bz.it
Dorfplan in pdf-Version
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Die Fraktionen Entiklar, Graun, Penon
Nur ein Drittel der Bevölkerung wohnt im Hauptort, die übrigen sind auf die Fraktionen verteilt:
Entiklar (270 m) liegt etwa 1 km südlich von Kurtatsch, oberhalb der nach Margreid führenden Weinstraße und ist umgeben von Weinbergen. Die Fraktion zählt 150 Einwohner und war einst Sitz des Gerichtes. Am Fuße des Burghügels, inmitten einer schönen Parkanlage liegt der schlossartige Ansitz Turmhof mit dem Wohnturm aus dem 13. Jahrhundert.
Graun (800 m) liegt sozusagen im 2. Stock, hoch über dem Etschtal auf einer sonnigen Hochfläche. Nicht zu unrecht wird dieser Ort mit seinen 250 Einwohnern als Krone (daher der Name) der Landschaft bezeichnet. Vom Sitzkofel bietet sich ein atemberaubender Blick auf das ganze Bozner Unterland und die Gipfel der Dolomiten.
Penon liegt ebenfalls in Panoramalage auf einer Hangschulter (500 bis 650 m) im Südwesten von Kurtatsch. Umgeben von ausgedehnten Weinbergen, fruchtbaren Obstgärten und schattigen Mischwäldern sind einzelne Höfegruppen verstreut. Am Koflweg liegt der burgartige Ansitz Voldersberg aus dem 16. Jahrhundert, der vom Adelsgeschlecht der Truefer erbaut wurde.
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Die Fraktion: Oberfennberg
Oberfennberg (1.200 m). In Fennhals befindet sich am ehemaligen Römerweg „Via Claudia Augusta“ ein stattlicher Sommeransitz aus dem 16. Jahrhundert mit wunderschönen Fresken. Fennhals ist auch der Fundort mehrerer bronzezeitlicher Kupferschmelzöfen und der Standort der mehrfach erwähnten Mammutbäume. In Oberfennberg selbst steht das schlichte Jagdschloss Ulmburg mit dem kleinen Mariahilf-Kirchlein, dass gegen Ende des 17. Jhdts. erbaut wurde.
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