Kunst & Kultur

Landschaft und geographische Lage haben seit jeher das Leben der Bevölkerung geprägt. Auf Schritt und Tritt begegnet man gewachsener Kultur, viel Althergebrachtes wird liebevoll gepflegt.
Zahlreiche archäologische Funde zeugen von der wechselvollen Vergangenheit dieses Gebietes, so z.B. der Freienfeld Menhir, der rätselhafte Schalenstein in Graun, der sagenumwobene Burghügel in Entiklar, der römische Merkurtorso u.v.m.
In Fennhals wurde die best erhaltenen Schmelzanlage Südtirols, bestehend aus 5 aneinandergereihten bronzezeitlichen Kupferschmelzöfen (aus der Zeit um ca. 1400 v. Chr.). gefunden. Die Blockbergung, einzigartig in Europa, erfolgte in 2 Abschnitten. 3 Öfen befinden sich im Südtiroler Archäologiemuseum und die übrigen zwei sollen im Zentrum von Kurtatsch aufgestellt werden.
Die St. Vigilius Pfarrkirche (1337 erstmals urkundlich erwähnt) mit einem barocken Hochaltarbild das das Martyrium des Hl. Vigilius zeigt, zählt zu den besonderen Sehenswürdigkeiten von Kurtatsch. Der Überlieferung nach „weinte“ das Ölbild der Schmerzhaften Gottesmutter vom 28. November 1733 bis 17. Juli 1738 (von einer Kirchenkommission bestätigt). Seither pilgern jährlich viele Gläubige zum Gnadenbild. Die älteste Jahreszahl 1033 - MXXXIII - ziert den alten Taufstein in der Kirche. Der romanische Kirchturm dürfte um 1300 erbaut worden sein Die Kirche zum Hl. Nikolaus in Penon wird im 14. Jh. erwähnt. Besonders sehenswert ist das Sakramentshäuschen aus Sandstein.
In Entiklar befindet sich das Schloß Turmhof der Fam. Tiefenbrunner, der mittlere Turm des Schlosses stammt aus dem Mittelalter, der gesamte Komplex wurde später dazugebaut. Ein besonderes Erlebnis ist der Schlosspark des Turmhofes: der Hausherr Herbert Tiefenbrunner persönlich führt Sie 2 mal wöchentlich in eine Märchenwelt von Sagengestalten und biblischen Motiven, die einen zauberhaften Weiher umgeben. Ein Märchengarten, der nicht nur Kinder begeistern kann.
In Margreid steht auch das Geburtshaus des Malers Karl Anrather (1861-1893), dessen Bilder koloristisches Feingefühl und überlegene gestalterische Konzeption zeigen und ihn damit zu den wenigen interessanten Erscheinungen der 2. Hälfte des 19. Jhdt. in unseren Breiten macht. Auch Karl Felderer, der Dichter des weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Liedes „Wohl ist die Welt so groß und weit“ wurde in Margreid geboren.
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